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Wirtshaus

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Ereks sterbliche Überreste:
"Danke Novalph, Ihr Schmeichler,..."

Erek nickt ihm lächelnd zu, wird jedoch ehe er fortfahren kann durch das Eintreten von TheAttidude's Spiel und Sang unterbrochen. Als dieser endet, klatscht Erek in die Hände und ruft ihm zu:

"Nur zu, spielt weiter. Auf der Laute habe ich noch keinen so gut gehört wie Euch..."

dann raunt er dem Gast zu:

"...ich hoffe Ihr nehmt so manches spitze Wort das sich zwischen den lieblichen Klängen versteckt hat nicht übel."

Dann versucht er sich zu erinnern, worüber man zuvor gesprochen hatte.

"Wo waren wir? Äh, ja...es ist immer etwas Unangenehmes, so eine Frage selbst beantworten zu müssen. Aber Novalphs Aussage will ich auch nicht so alleine stehen lassen. Mir fällt eigentlich nur ein Wort ein: Vertrauen. Nicht in erster Linie in meine Fähigkeiten, sondern in meine Person. Das könnte mich zum Bürgermeister gemacht haben. Zumindest hoffe ich, dass das ein Hauptgrund war...und nicht meine Blödheit, als einziger keinen Schritt rückwärts zu machen als gefragt wurde wer es machen möchte."

Erek zwinkert und leert sein Krüglein, worauf er sich schüttelt.

"Nun seid auch Ihr so frei und erzählt wie es bei Euch war. Verzeiht, wenn ich da jetzt etwas persönlich werde: Großes Vertrauen scheint ja auch Ihr in der Bevölkerung Vakaas zu genießen. Allerdings habe ich den Eindruck, dass Wort und Tat nicht immer dasselbe bei Euch sind. Eure Worte gefallen mir um offen zu sein wesentlich besser als einige Eurer Taten..."

Erasmus:
Ihr könnt meinen Worten immer trauen, ich breche nichts. Nur müssen einige lernen was Worte bedeuten. Der Sinn macht das Wort, nicht das Wort den Sinn.


Mein Streben allein gilt dem Wohle Vakaas. Dem ist so und wird immer so sein.

Spielmann TheAttitude, noch ein Lied!

TheAttidude:
Eine vermummte Gestalt betritt leise das Wirtshaus. Am ganzen Leib trieft Regen von ihr; die völlig durchnässte Kapuze steht tief im Gesicht.
Im Wirtshaus wird ausgiebig gefeiert. Die Tische sind rappelvoll, Leute sprechen lauthals von ihren heutigen Erlebnissen, lassen Belangloses aus; dichten Spannendes hinzu. Die Krüge werden zumeist in einem Zug geleert, worauf ein zufriedenes Schmatzen folgt und noch ein halber Schluck den Hals hinabrinnt. Die Wirtin kommt nur schwer mit den Bestellungen nach. Der Stress steht ihr ins Gesicht geschrieben.

Zaghaft geht die vermummte Silhouette ein paar Schritte mehr Richtung Raummitte. Schatten bedecken ihre Züge. Der Kopf wirkt starr auf den Boden gerichtet.
Neben ihm johlt ein kahlköpfiger Bürger auf. Die Wangen rot; er schien über den Durst getrunken zu haben. Doch als er die vom Lachen tränenden Augen öffnet und die Gestalt erblickt, verstummt er plötzlich und hält entgeistert inne. Er hat die Person erkannt. Doch bevor er aufschreien konnte, riss der Fremde plötzlich seinen Umhang von sich und zog eine Fiedel hervor.

Sie kannten sein Gesicht. Er blendete die Menschen vor ihm aus, schloss die Augen und stimmte sein Lied an:




Teil 1:

Einst war ich in Altyn
Was wars‘ ne Pracht?
Die Menschen so freundlich
Visionen nie satt

Es dauerte Wochen
Kein Ende in Sicht
Die größte Stadt warn wir
Ja, ein Teil gar ich

Der Gipfel des Wohnens
Der Tag meiner Wahl
Ich als Bürgermeister
Mein Wohl wurd‘ egal

Ich opferte mich auf
Die Börse wurd‘ leer
Nie blickte ich auf
Mein Herz wurd‘ so schwer

Teil 2:

Was war nur passiert?
„Schau dir Altyn an!“
Ein Volk einst so fröhlich
Die Schatten im Bann

Ich tat mein Bestes
Verschenkte mein Gut
Keiner kam entgegen
Die Skepsis im Blut

Nun steh ich hier
Ich armer Thor
Und bin so einsam
Als wie zuvor

Ich kehrte den Rücken
Mir blieb keine Wahl
Mit Demut und Krücken
Es war ne‘ Qual

Teil 3:

Nun schau ich nach Altyn
Was wars‘ ne‘ Stadt
So lang war ich dort
Ein Wandel fand statt

Pseudo-Gemeinschaft
Für jeden eigen‘ Ruf
All Ärger auf mich
Dafür war ich noch gut

Keine Sekunde
Will ich dort mehr sein
Kein Zurück mehr
Enttäuscht ungemein

Teil 4:

Habe doch so viel und mehr getan
Am Ende wird das doch allen egal

Ne ganze Allianz für die Stadt gebaut
Das schwarze Brett voll mit Kritik aufgestaut

Probleme, die da sind, doch nicht wegen mir
Den Willen aller; ja den wollt ich hier

Nie wurd‘ ich böse; nie sprach ich Kritik
Versuchte zu lächeln; ihr fielt ins Genick

Teil 5:

Versteht mich nicht falsch
Vielleicht liegt es an mir
Kochend‘ Wasser bis zum Hals
Ich konnt‘ nicht mehr

Nun steh ich in Altyn
Und singe mein Lied
Mein Letztes wird’s sein
Stumm geh‘ ich mein‘ Weg

Ich wünsche viel Glück
Eure Führungshand
Ich bin nun für mich
Vergesset mich bald.



Der letzte Akkord erklingt. Niemand regt sich. Es scheint, als wäre der ehemalige Bürgermeister noch nicht fertig gewesen; als wolle er immer noch etwas sagen.

--
Doch noch während die Saiten seiner Fiedel vibrierten, war er schon wieder in der Dunkelheit der Nacht verschwunden.

Raven:
Du Poet!

BTW: Der Dialog zwischen Erek und Erasmus ist witzig... durch die Avatarbilder siehts wie nen richtiges Gespräch aus wie aus nem Film wie die sich angucken. :D

Novalph:
... nachdem der Nachhall verstummt war erhob Novalph sich von seinem Platz. Ungläubig wandte er sich Arbales zu:

"Warum hat er nicht mit uns gesprochen ? Waren wir es nicht, die der Stadt und unserem Bürgermeister treu ergeben waren und immer mit ihm in eine Richtung gegangen sind ? Ich kann ihn nicht verstehen !!"

... fragend sah Novalph ihn an, aber er bekam keine Antwort. Novalph drehte sich um und rief zu der Menge:"

"BRAUCHEN WIR EINEN BÜRGERMEISTER, DER SICH NACH DEm ERSTEN KONFLIKT GLEICH INS EXIL VERSCHWINDET ?"

... unbeantwortet schritt Novalph zur Wirtin, beglich die Rechnung und verlies das Wrtshaus in den Regen

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